Universitaet Wuppertal
 
 
 
 
 

Ausstellung
Es kommt der neue Ingenieur!
Werner Graeff und Max Burchartz am Bauhaus



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Ausstellungs-Faltblatt

Eine Ausstellung des Fachgebietes Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal im Meisterhaus Kandinsky/Klee der Stadt Dessau-Roßlau



Meisterhaus Kandinsky / Klee
Ebertallee 69/71
06846 Dessau-Roßlau
Tel: 03 40.66 10 934
Fax: 03 40.66 10 935
www.meisterhaeuser.de

Öffnungszeiten
Di. - So.: 10:00 – 18:00 Uhr

Eröffnung
19. Februar 2010 um 19.00 Uhr · Meisterhaus Kandinsky / Klee · Ebertallee 69/71 · 06846 Dessau-Roßlau

Es sprechen Prof. Philipp Oswalt, Leiter der Stiftung Bauhaus Dessau, Gerhard Lambrecht, Leiter des Amtes für Kultur und Sportder Stadt Dessau-Roßlau, Prof. Dr. Gerda Breuer, Bergische Universität Wuppertal

Laufzeit der Ausstellung
20. Februar – 18. April 2010 Kontakt
Prof. Dr. Gerda Breuer
Bergische Universität Wuppertal · Fuhlrottstraße 10 · 42119 Wuppertal · Tel. 0202.439 57 03
breuer@uni-wuppertal.de

Werner Graeff (1901 – 1978) und Max Burchartz (1887 – 1961) befanden sich 1922 zu einer Zeit in Weimar, als die Neuorientierung des Bauhauses einen Siedepunkt erreichte: Beide nahmen teil am Kursus des niederländischen De Stijl-Künstlers Theo van Doesburg, den dieser zwar parallel zum Bauhaus veranstaltete, der die Schule aber gleichwohl beeinflusste; beide waren Mitglieder der spektakulären Kongresse der Konstruktivisten und Dadaisten in Düsseldorf und Weimar. Beflügelt von der Idee des neuen Künstlertypus „Ingenieur“, der eine bessere Welt aufbauen sollte, zogen sie nach kurzer Zeit die Konsequenz, die „freie“ Kunst völlig aufzugeben und sich angewandten Bereichen der Gestaltung zuzuwenden.
Werner Graeff kam 1921 ans Bauhaus und zählte nach seinem Studium bei Johannes Itten zu der äußerst impulsgebenden Gruppe der Bauhausstudenten um van Doesburg. Diese Zeit ist der Nukleus seiner Entwicklung zum vorwiegend konstruktivistischen Künstler. Er wurde Mitglied der niederländischen De Stijl-Gruppe und gründete mit dem Filmer Hans Richter die Zeitschrift G, in der er unter anderem die Texte „Es kommt der neue Ingenieur!“ und „Wir wollen nicht länger Analphabeten sein“ veröffentlichte. 1927 war er PR-Chef der Architekturausstellung auf dem Weißenhof in Stuttgart, er veröffentlichte die Bücher Bau und Wohnung sowie Innenräume und anschließend die Schrift Es kommt der neue Fotograf!. Seine Beschäftigung mit dem abstrakten Film intensivierte er zusammen mit Hans Richter. Graeff zählt zur Avantgarde dieser Zeit. 1934 emigrierte er nach Spanien und entfaltete auch weiterhin mit zahlreichen Aktivitäten das Werk eines äußerst produktiven Multitalents. Wie Burchartz wurde er Lehrer für Fotografie und Grafik an der Folkwang-Schule in Essen, in seinem Spätwerk widmete er sich der Malerei und der künstlerischen Gestaltung des Ruhrgebiets.
Der 14 Jahre ältere Max Burchartz kam, nach seiner Ausbildung zum Maler an der Kunstakademie Düsseldorf, ebenfalls 1921 nach Weimar. Er zählte zum Kreis der Künstler am Ort, die die Kurse von Theo van Doesburg besuchten, pflegte ein freundschaftliches Verhältnis mit Lehrern des Bauhauses und arbeitete in Buchveröffentlichungen mit ihnen zusammen. Wie Graeff nahm er an den entscheidenden Aktivitäten der elementaristischen Avantgarde teil. Und auch ähnlich wie dieser gab er seine Malerei auf. Er verschrieb sich nun ganz der Neuen Gestaltung in Typografie und Werbung. 1924 zog er aus diesem Grund ins Kerngebiet industrieller Entwicklung um: in das Ruhrgebiet und gründete in Bochum die Werbeagentur „werbe-bau“. Es entstand eine für diese Zeit ausgesprochen radikale Typografie. Er veröffentlichte, wie Graeff, zahlreiche programmatische Artikel in einschlägigen internationalen Fachzeitschriften und gab kunsttheoretische und -pädagogische Bücher heraus. Ab 1926 begann er, mit Unterbrechungen, seine Lehrtätigkeit an der Folkwang-Schule in Essen. Burchartz’ Kunst wird 1937 auf der Femeausstellung „Entartete Kunst“ in München gezeigt, seine Malerei als „bolschewistische Entartung“ diskreditiert. Nach dem Krieg wurde er wiederum Lehrer an der Folkwang-Schule. 1961 starb er in Essen; posthum erschien seine Gestaltungslehre Schule des Schauens.

Ausstellung

Arno Kersting. Industriedesign nach 1945

Arno Kersting

Eine Ausstellung des Fachgebietes Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal in der hinteren Galerie im Kolkmannhaus.

Eröffnung
16.12. 2008 um 17.00 Uhr · Hintere Galerie im Kolkmannhaus · Hofaue 51– 55 · 42103 Wuppertal Es sprechen Prof. Dr. Gerda Breuer, Bergische Universität Wuppertal und Dipl. Des. Cornelia May

Laufzeit der Ausstellung
17.12. 2008 bis 1.2.2009 geöffnet Sa. und So. von 11 bis 16 h und nach Vereinbarung · geschl. am 27/28.12.08 u. 3/4.1.09

Kontakt
Bergische Universität Wuppertal · Fuhlrottstraße 10 · 42119 Wuppertal · Tel. 0202.439 57 03 breuer@uni-wuppertal.de

2003 hat die Bergische Universität Wuppertal den Vorlass des 1918 geborenen Industriedesigners Arno Kersting übernommen.
Anhand von Entwürfen und Produkten, aber auch von Interviews, lässt sich exemplarisch veranschaulichen, wie sich in den Nachkriegsdekaden das Arbeitsfeld des Designers von der sog. Guten Form zum Industrial Design wandelte.
Kersting hat in den 1950er bis 1970er Jahren verschiedene Rollen eines „industriellen Formgebers“ durchgespielt. Er arbeitete ab 1945 zusammen mit seinem Vater Walter Maria Kersting und seinen drei Brüdern in einem privaten Büro in Waging, wurde 1952 von den Fordwerken in Köln aufgefordert, ein „Stylingdepartment“ für Kraftfahrzeuge aufzubauen und zu leiten, um dann nach 1958 wieder in einer eigenen Agentur für viele namhafte Firmen wie Mannesmann, WMF, Hutschenreuther, Alpina, Leybold Heraeus zu entwerfen.
Am 24. Dezember 2008 wird Arno Kersting 90 Jahre alt. Die Bergische Universität ehrt den Industriedesigner mit einer Studioausstellung und einem vorweihnachtlichen Umtrunk.

Ausstellung

Architettura radicale – Anti-Design 1965–1975


Eine Ausstellung des Fachgebietes Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal im Kolkmannhaus

Laufzeit:
06.11. bis 10.12. 2008

Eröffnung:
05.11. 2008 um 18.00 Uhr

Hofaue 51-55
42103 Wuppertal
Kolkmannhaus

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11.00 bis 16.00 Uhr

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Der Totale Durchblick

Wissenschaft//Design//Kunst

Der totale Durchblick

Eine Ausstellung von Studierenden des Fachgebietes Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal im Kolkmannhaus

Laufzeit:
09.Juli bis 03.August 2008

Eröffnung:
08.Juli 2008 um 18.00 Uhr

Hofaue 51-55
42103 Wuppertal
Kolkmannhaus

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11.00 bis 16.00 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. 0202/4395703

Wissenschaft hat Künstler, Architekten und Designer seit der Wende zum 20. Jahrhundert vermehrt zur Anwendung neuer Formen angeregt, bisweilen beeinflussten die neuen Bilder ganze Stile und Bewegungen. Die Bildquellen stammten dabei aus meeresbiologischen Untersuchungen oder gingen auf mikroskopische Aufnahmen zurück, orientierten sich an der Atomforschung oder ließen sich von optischen und kinetischen Experimenten stimulieren. Forschungsschwerpunkte wie die Raumfahrt lösten ganze Wellen von populärem Design aus.
In einer Ausstellung mit Studierenden des Fachgebietes Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal werden exemplarisch einzelne Positionen und der kulturelle Kontext des Zusammenhangs von Kunst und Wissenschaft untersucht.

Fachgebiet Kunst- und Designgeschichte, FB F, Prof. Dr. Gerda Breuer

Ausstellung

Amerika 1928. Fotos einer Studienreise von Walter Gropius

Ausstellungsplakat

Eine Ausstellung des Fachgebietes Kunst- und Designgeschichte der Bergischen Universität Wuppertal im Kolkmannhaus in Zusammenarbeit mit dem Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung in Berlin.

10.02.09 bis 31.05.09 Galerie im Kolkmannhaus, Wuppertal

Die Ausstellungseröffnung findet statt
am Montag, dem 9. Februar 2009, um 18.00 Uhr, in der
Galerie im Kolkmannhaus
Hofaue 51 – 55
42103 Wuppertal

Als Walter Gropius im Frühjahr 1928 das Amt als Direktor des Bauhauses in Dessau niederlegt, plant er mit dem befreundeten Bauunternehmer und jahrelangem Bauhaus-Mäzen Adolf Sommerfeld neue Bauprojekte in Berlin unter Einsatz fortschrittlichster Technik. Hierfür wollen sie Erfahrungen auf einer Studienreise durch Amerika sammeln. Ise und Walter Gropius dokumentieren die gesamte Reise beginnend mit der Überfahrt und der Ankunft in New York, dann die Fahrt in den Süden zum Grand Canon und ins Land der Indianer, nach Los Angeles und nach Detroit, in die Industriestadt Henry Fords, mit ihrer eigenen Fotokamera. Fast vierhundert Fotografien entstehen, die sie gemeinsam mit 83 in Amerika erworbenen Fotos im Gepäck zurück nach Deutschland bringen. Nachträglich entstehen drei Fotoalben der Amerikareise.
Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Bauhaus-Archiv, Berlin, entstanden ist, findet anlässlich des 125. Geburtstags von Walter Gropius statt.

Einladungskarte (pdf)