Universitaet Wuppertal
 
 
 
 
 

Prof. Dr.
Gerda Breuer

Kunst- und Designgeschichte

Raum : I.13.39, Gebäude I, Ebene 13, Erdgeschoss
Telefon : 0202 439 5796
Telefax : 0202 439 5712
E-Mail : breuer@uni-wuppertal.de

Vita Curriculum

Gerda Breuer, Jg. 1948, Studium der Kunstgeschichte, Baugeschichte, Philosophie und Soziologie in Aachen, 1974-76 und 1978 Forschungsaufenthalt in den U.S.A. Magister Artium in Soziologie; Promotion in Kunstgeschichte. Lehrtätigkeit in Ann Arbor (Michigan, USA), Amsterdam, Leiden, Aachen, Bielefeld und Köln. Internationale Museums- und Ausstellungstätigkeit. 1985 bis 1995 Leiterin von drei verschiedenen Museen Forschungsaufenthalte in den USA und Niederlande. Seit 1995 Professorin für Kunst- und Designgeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal; Leiterin des Instituts für angewandte Kunst- und Bildwissenschaften, Leiterin der dortigen Design- und Fotografiesammlung. Veröffentlichungen zu Kunst-, Fotografie- und Designgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Zuletzt: Willi Moegle. Die Sachfotografie, Cantz Verlag, Ostfildern-Ruit, Mai 2004. Jupp Ernst. 1905 – 1987. Grafiker, Designer, Pädagoge. Tübingen, Berlin 2007. Das gute Leben. Der Deutsche Werkbund nach 1945. Tübingen, Berlin 2007; Walter Gropius. Amerikareise 1928, Wuppertal 2008; Hans Schwippert. Bonner Bundeshaus 1949, Tübingen, Berlin 2009; Hans Schwippert (1899–1973). Moderation des Wiederaufbaus, Berlin 2010; Max Burchartz. 1887–1961. Künstler. Typograf. Pädagoge, Berlin 2010; Werner Graeff (1901–1978). Der Künstleringenieur, Berlin 2010.

Evaluation der Stiftung Bauhaus Dessau

Prof. Dr. Gerda Breuer wurde vom Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt beauftragt, die Stiftung Bauhaus Dessau zu evaluieren. Zur Kommission zählen ebenfalls Prof. Dr. Siegfried Zielinsky, ehemals Rektor der Hochschule für Kunst und Medien, Köln, Dr. Angelika Nollert, Direktorin des Neuen Museums, Nürnberg, und Dr. Barry Bergdoll, Architekturabteilung des Museum of Modern Art, New York.
Die Stiftung Bauhaus Dessau hat ihren Sitz im Gebäude des Bauhauses von Walter Gropius. Sie befasst sich sowohl mit der Pflege des Erbes durch Ausstellungen und Publikationen zur Geschichte der Schule als auch mit der Aktualisierung der Ideen des Bauhauses: In einem zweisemestrigen Postgraduate-Studium, durch die Teilnahme an der IBA Sachsen-Anhalt, in Bühnen-Workshops als auch durch die Teilnahme an internationalen Kongressen werden künstlerisch-experimentelle Auseinandersetzungen mit gegenwärtigen urbanistischen Diskursen durchgespielt.



www.gerdabreuer.de

Buchpublikation

Gerda Breuer (Hg.): Werner Graeff (1901–1978). Der Künstleringenieur. jovis Verlag. Berlin, 2010

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Die Publikation wird von der Doppelausstellung »Es kommt der neue Ingenieur! Max Burchartz und Werner Graeff am Bauhaus« begleitet, die vom 20. Februar bis 18. April 2010 in den Meisterhäusern Kandinsky/Klee in Dessau–Roßlau gezeigt wird.

Werner Graeff kam 1921 ans Bauhaus und zählte nach seinem Studium bei Johannes Itten zu der äußerst impulsgebenden Gruppe der Bauhausstudenten um van Doesburg. Diese Zeit ist der Nucleus seiner Entwicklung zum vorwiegend konstruktivistischen Künstler. Er wurde Mitglied der niederländischen de Stijl-Gruppe und gründete mit dem Filmer Hans Richter die Zeitschrift »G«, wo er die Texte »Es kommt der neue Ingenieur« und »Wir wollen nicht länger Analphabeten sein« herausgab. 1927 war er PR-Chef der Architekturausstellung auf dem Weißenhof in Stuttgart, veröffentlichte die Bücher »Bau und Wohnung« sowie »Innenräume« und anschließend die Schrift »Es kommt der neue Fotograf!«. Seine Beschäftigung mit dem abstrakten Film intensivierte er zusammen mit Hans Richter. Graeff zählt zur Avantgarde dieser Zeit. 1934 emigrierte er nach Spanien und entfaltete auch weiterhin mit zahlreichen Aktivitäten das Werk eines äußerst produktiven Multitalents. Wie Burchartz wurde er Lehrer für Fotografie und Grafik an der Folkwang Schule in Essen und widmete sich in seinem Spätwerk der Malerei und der künstlerischen Gestaltung des Ruhrgebiets.

Der Katalog wird finanziert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach–Stiftung, Essen.

Buchpublikation

Gerda Breuer (Hg.): Max Burchartz. 1887–1961. Künstler. Typograf. Pädagoge. jovis Verlag. Berlin, 2010

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Die Publikation wird von der Doppelausstellung »Es kommt der neue Ingenieur! Max Burchartz und Werner Graeff am Bauhaus« begleitet, die vom 20. Februar bis 18. April 2010 in den Meisterhäusern Kandinsky/Klee in Dessau–Roßlau gezeigt wird.

Der 1887 in Wuppertal geborene Max Burchartz kam, nach seiner Ausbildung zum Maler an der Kunstakademie Düsseldorf, ebenfalls 1921 nach Weimar, zählte zum Kreis der Künstler am Ort, die die Kurse von Theo van Doesburg besuchten, pflegte ein freundschaftliches Verhältnis mit Lehrern des Bauhauses und arbeitete in Buchveröffentlichungen mit ihnen zusammen. Wie Graeff nahm er an den entscheidenden Aktivitäten der elementaristischen Avantgarde teil. Und auch ähnlich wie dieser gab er seine Malerei auf. Er verschrieb sich nun ganz der Neuen Gestaltung in Typografie und Werbung. 1924 zog er aus diesem Grund ins Kerngebiet industrieller Entwicklung um: in das Ruhrgebiet und gründete in Bochum die Werbeagentur »werbebau«. Es entstand eine für diese Zeit ausgesprochen radikale Typografie. Er schrieb, ähnlich wie Graeff, zahlreiche programmatische Artikel in einschlägigen internationalen Fachzeitschriften und gab kunsttheoretische und -pädagogische Bücher heraus. Ab 1926 begann, mit Unterbrechungen, seine Lehrtätigkeit an der Folkwangschule in Essen. Burchartz' Kunst wird 1937 auf der Femeausstellung »Entartete Kunst« in München gezeigt, seine Malerei als »bolschewistische Entartung« diskreditiert. Nach dem Krieg wurde er wiederum Lehrer an der Folkwang Schule Essen. 1961 starb er in Essen; posthum erschien seiner Gestaltungslehre »Schule des Schauens«.

Buchpublikation

Gerda Breuer // Pia Mingels // Christopher Oestereich (Hg.): Hans Schwippert (1899–1973). Moderation des Wiederaufbaus. jovis Verlag, Berlin 2010

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Die Publikation ist im Januar 2010 im jovis Verlag, Berlin erschienen.

Mit der Vita des Architekten Hans Schwippert (1899-1973) verbindet sich der architekturgestalterische Neuanfang der BRD. Unausläschlich im Gedächtnis geblieben ist den meisten Bundesbürgern sein Entwurf für das Deutsche Bundeshaus in Bonn 1948/49, das mit seiner lichtdurchfluteten Glasarchitektur, der kreisförmigen Anordnung der Sitze im Plenarsaal und dem sachlich-bescheidenen Interieur Politik in gewandelten Zeiten versinnbildlichte. Schwippert prägte indes in weiteren leitenden Funktionen den Geist des Wiederaufbaus: ob als langjähriger Vorsitzender des Deutschen Werkbundes, als Verfasser der Ausstellungskonzeptionen im Deutschen Pavillon der Brüsseler Weltausstellung 1958, als Direktor der Kunstakademie in Düsseldorf oder mit einem Hochhaus auf der INTERBAU 1957 im Hansaviertel Berlin. Nicht zuletzt wegen eines ausgeprägten Netzwerkes an Gleichgesinnten hatte er großen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung der Nachkriegsdekaden.

Autoren: Gerda Breuer, Sandra Conzelmann-Wagner, Leif Hallerbach, Adam Oellers, Paul Sigel. Mit einer Anthologie der Schriften von Schwippert, zusammengestellt von Christpher Oesereich.

Buchpublikation

Gerda Breuer: Hans Schwippert. Bonner Bundeshaus 1949. Ernst Wasmuth Verlag. Tübingen, Berlin 2009

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Die Publikation wurde von der Stiftung Buchkunst mit einer Auszeichnung für hervorragende Gestaltung und dem »DAM Architekturbuchpreis« ausgezeichnet.

Vor 60 Jahren, am 7. September 1949, trat der Deutsche Bundestag zum ersten Mal zusammen und weihte damit das Bundeshaus in Bonn ein. Der Architekt des ersten Parlamentsgebäudes war Hans Schwippert. Ihm wurde damit der Entwurf des wichtigsten Gebäudes der Nachkriegszeit anvertraut. Das Jubiläum ist Anlass für die Publikation »Hans Schwippert. Bonner Bundeshaus« von Prof. Dr. Gerda Breuer. Eine umfassende Monografie zum Werk des Architekten, der maßgeblich am Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt war, wird Ende des Jahres folgen. Der Vortrag wird das bedeutendste Werk von Schwippert im architektur- und zeitgeschichtlichen Kontext der Nachkriegszeit vorstellen.

Die Publikation Hans Schwippert – Bonner Bundeshaus, 1949 v. Gerda Breuer, Gestaltung: Christof Becker, Wasmuth Verlag, Tübingen ist beim diesjährigen Architekturbuchpreis des Deutschen Architekturmuseums Frankfurt am Main von der Jury als Preisträger bestimmt worden. Aus insgesamt 200 Einsendungen von 60 internationalen Verlagen wurden fünf (gleichrangige) Preisträger in den Kategorien Monografie, Historische Monografie, Dokumentation von Zeitgeschichte mit Architektur, Fotografie / Bildband und Lehrbuch ausgewählt. Das Buch erhielt den Preis für die Kategorie »Dokumentation von Zeitgeschichte mit Architektur«. Die preisgekrönten Bücher wurden am 15.10.2009 zusätzlich auf der Frankfurter Buchmesse im Rahmen einer Preisverleihung vorgestellt.

Die Publikation Hans Schwippert – Bonner Bundeshaus, 1949 v. Gerda Breuer, Gestaltung: Christof Becker, Wasmuth Verlag, Tübingen ist von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten deutschen Bücher 2009 unter 1035 eingereichten Büchern prämiert worden.

Buchpublikation / Schönste Deutsche Bücher 2007

Gerda Breuer
JUPP ERNST (1905 – 1987). DESIGNER, GRAFIKER, PÄDAGOGE Ernst Wasmuth Verlag Tübingen, Berlin 2007

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Die Publikation wurde von der Stiftung Buchkunst mit einer Anerkennung für hervorragende Gestaltung ausgezeichnet.

Jupp Ernst (1905–1987) gehört zu den großen Designern der Nachkriegszeit in Deutschland. Im Geist der Moderne in den 1920er Jahren ausgebildet, erlebte er deren Unterdrückung im Nationalsozialismus und engagierte sich umso mehr für deren Wiederaufleben in den Dekaden nach 1945. Er war ein überzeugter Werkbundmann und propagierte deshalb konsequent das Konzept der Guten Form.

Buchpublikation

GERDA BREUER (HRSG.): DAS GUTE LEBEN. DER DEUTSCHE WERKBUND NACH 1945. ERNST WASMUTH VERLAG. TÜBINGEN. BERLIN 2007

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Die Publikation erschien parallel zur Ausstellung: Fünf Gestalter. Deutscher Werkbund | Gute Form

17 VertreterInnen der Fächer Architektur, Stadtplanung, Fotografie und Design untersuchen exemplarisch Werkbundaktivitäten zwischen 1945 bis Ende der 60er Jahre, der Zeit des großen Protestes gegen die Modelle der Moderne. Grundlage der Publikation war ein Symposium, das am 1. und 2. Juli 2006 am Lehrstuhl für Kunst- und Designgeschichte (Prof. Dr. Gerda Breuer) an der Bergischen Universität Wuppertal veranstaltet wurden. Teilnehmer waren Hermann Glaser, Sandra Conzelmann-Wagner, Paul Sigel, Irma Noseda, Christopher Oestereich, Siegfried Gronert, Petra Eisele, René Spitz, Klaus Honnef, Franz Xaver Schlegel. Weitere Autoren sind Michael Falser, Walter Scheiffele, Karin Thönnissen, Hubertus Adam, Pia Mingels, Hasso Bräuer

Pressemitteilung (pdf)