Universitaet Wuppertal
 
 
 
 
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Bettina Matthiessen

Generation alterslos
Eine fotografische Inszenierung über Menschen, die nicht zu altern scheinen.

Prüfer:

Prof. Susan Lamèr
Prof. Stv. Dr. Bernhard Uske

Die Diplomarbeit setzt sich mit Erwachsenen auseinander, die „ewig jung“ zu bleiben scheinen. Dies liegt weniger an fehlenden biologischen Merkmalen wie Falten oder grauen Haaren, sondern vielmehr an der Kleidung, der Haltung und der jugendlichen Ausstrahlung. Mit den Mitteln der inszenierten Fotografie wird dargestellt, dass die „Langzeitjugendlichen“ einen eigenen Lifestyle haben. Sie folgen nicht einfach einem modischen Trend, sondern benutzen ihr Outfit auch als Ausdruck ihres Lebensgefühls. Die „Generation alterslos“ besteht aus Menschen, die – ähnlich wie die „68er“ - den Wunsch hegen, jugendlich zu bleiben. Im Gegensatz zu ihren Vorgängern ist sie allerdings sehr realistisch: Sie versucht nicht, die Gesellschaft umzuwandeln, sondern gliedert sich ein; ihre Ideale und Träume beziehen sich zumeist auf das eigene konkrete Leben, weniger auf revolutionäre Ziele. Diese Generation ist bereit, Kompromisse einzugehen, denn die Gesellschaft, in der sie lebt, ist ihr nicht unsympathisch.

Zwar orientieren sich die Nachfolger der 68er an deren Maximen, jedoch mit abgeschwächten, zurückgenommenen Ambitionen. Man kann die „Generation alterslos“ sogar als angepasst bezeichnen, denn sie integriert sich genauso gut wie ein konservativer Vertreter der Gesellschaft. Sie fordern immer wieder das Überdenken von Normen und Werten, aber fangen dabei zuerst bei sich selber an. Anders als vor 40 Jahren gibt es keine große Forderung, die in die Welt hinausgetragen wird. Es besteht also kein ausgeprägter Wunsch nach revolutionären Veränderungen, aber Interesse an Politik, Kultur und Wirtschaft sowie der eigenen Person. Selbstverwirklichung als Zentralwert, und durchaus eine Bejahung des Egoismus.

Kontakt:
Bettina.Matthiessen@gmx.de
0177 / 301 62 71
Bettina Matthiessen - Abbildung 1